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Der Tag beginnt für Andreas wie er es in seine kühnsten Fleischträumen nicht erwartet hätte. Heini und Lutz servieren ihm einen ofenfrischen, knusprigen Aufback-Broiler.
Wie immer ist die Gruppe trotz 2,5 Stunden Schlafs subbä drauf. Eins steht schon am Morgen fest: "Heude machemä Kasbä!" Das heißt keine Musik. Zunächst müssen wir leider unser Equipment aus dem Fundbureau holen, was uns den kalten Schweiß auf die Stirn treibt. Kater kennen wir nicht mehr, es ist vielmehr die unanbläßliche Angst vor der großen Depression.
Das Wetter ist traumhaft. Manisch depressiv gehen wir zunächst bei Lidl einkaufen. Auf der Liste steht Gin, Wurst, Klopapier und Süßkram. Mit dem Klopapier unterm Arm treffen wir bei wieder bei Marion ein, wo jeder der Gruppe C gutgelaunt eine Stange Lehm durchs Kreuz drückt. Marion lacht verschämt.
Ausgeleert begeben wir uns Richtung Elbstrand. Hier wird auch dem letzten Hamburger klar: Die fröhliche Truppe bringt jeden gut drauf. Jeder möchte mit ihnen fotografiert werden (siehe Foto unten). Nach kurzer Entspannungsphase am Strand nippen wir noch etwas schüchtern am Obstler. Das macht Spass. Deswegen nehmen wir noch ein Astra, welches wir in englischer Sprache bestellt haben, zu uns und besteigen gut gelaunt den Kahn, der uns zu den Landungsbrücken bringt. Alle auf dem Schiff lachen über uns.
Auch Marion hat mittlerweile Gefallen am Stumpfsinn gefunden und begleitet uns wie ein kleiner Lachsack.
Beim Mittagessen - es gibt Fisch - stecken wir einem zwielichtigen Violinenspieler 2 Dollars in die Tasche. Er soll nur für Nils ein Lied aufspielen. Die Laune steigt, findet jedoch nach einer halben Stunde ein jähes Ende. Lutz leidet an einer spontanen Fischvergiftung, die ihm die Tränen in die Augen treiben. Alle sind traurig.
Wir wechseln unsere Schlafmöglichkeit, und ziehen zu unserer lieben Freundin Steff, die ein großes Haus in Hamburg-Ciddy besitzt. Mit offenen Armen werden wir empfangen und mit dem ersten Gin hat der Stumpfheitsreigen erneut einen Auftakt. Heute ist es hart für alle Beteiligten. Am Ende macht jeder sein eigenes Ding. Einer schläft, einer kickert, einer nuckelt am Fläschchen, und zwei brechen erneut auf, um Hamburg durch ihren sprühenden Wortwitz zu bereichern und gut drauf zu bringen.
Im Bus finden sich schlagartig neue Freunde, die den Rest der Gruppe C für heute abend ersetzen soll. Tarek, der Obdachlose erweist sich als falsch und wird spontan ausgegrenzt. Nur Rebbekka ist wirklich ohne Hintergedanken fasziniert und führt uns sanft in das Nachtleben ein. Als wir ihren stetig wachsenden Durst nach harter Alkoholika nicht nehr gerecht werden können, läßt sie uns links liegen. Trotzdem Danke, Rebi!
Nun sind wir so betrunken, dass uns selbst die Muttis nicht mehr ansprechen. Das ist das Zeichen. Hep, ab ins Taxi. An falscher Stelle rausgelassen, verirrt und schließlich zufrieden ins Bett. Das wars.
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