08.10.05 - Olafs Küchenstudio (Leipzig)
 

Mäßig gutgelaunt und absolut im Arsch treffen die fünf Kerlchen mit einem herzhaften Hähnchenfrühstück in ihren entzündeten Bäuchen in Leipzig ein. Olafs Küchenstudio, eine alte Fleischerei liegt in dem megamäßig angesagten Szenestadtteil Connewitz. Hier pulsiert das Leben. In dem "tierischen" Ambiente von Olafs Heim ist die Gruppe C förmlich gezwungen an Wurst- und Fleischwaren zu denken.
Punker und Reggae-Freaks feiern hier bei Olaf ihr Stelldichein. Egal, erst mal raus aus den Klamotten! Olaf wird sich später noch seinen Bademantel überstreifen, den wir so an ihm lieben. Haus und Olaf riechen wie ein einziges Tier.
Unsere Freunde von der Tonfront stürmen herein und stören uns in unserer Depression. Uns wird klar: Heute wird wieder etwas getrunken werden.
Wir gehen schick bei einem russischen Dönerfachgeschäft essen. Zwischen uns und der dicken Bedienung prickelt es auf Anhieb. Sie mag uns. Das liegt höchstwahrscheinlich an unserer charismatischen Art und unserem funkel-den Wortwitz.
Wir kaufen noch zwei Pils zum Mitnehmen dazu und laufen gutgelaunt zuzück. Punkt 22.00 Uhr rocken wir den gekachelten Schlachtraum. Mehr schlecht als recht heizen wir den Ostfreunden ein, und stoßen vor allem bei der hiesigen Damenwelt auf große Akzeptanz und großen Respekt vor der Sache an sich. Nach dem Konzert nehmen wir ein paar Kaltschalen zu und und Matze zettelt ein lustiges Prügelspiel mit den einheimischen Sympathisanten an. Gutgelaunt geben uns die Mädels was aufs Fressbrett. Klar, dass da kein Auge trocken bleibt und die Stimmung rapide steigt.
Zum Abschied gibt die Gruppe C nochmal alles. Und alles heißt bei den sympathischen Boys 100 %. Olaf kräht wie ein Wahnsinniger "Ficken!!!" und fühlt sich pudelwohl in seinem Frottee-Lappen. Wir sagen dazu gar nichts. Enthaltsam und zufrieden kriechen wir um 5 Uhr ins Bett. Aber da ist es wieder: The Ans! Ans schnarcht sich in Rage und uns in tiefe Depressionen. Klar, das keiner schlafen kann. So ziehen zwei der Jungs nocheinmal durch das Haus, um noch ein wenig Maische aufzutreiben. Nachdem wir uns mit zwei netten Ostbürgern betäubt haben, überhören wir spontan das Gegrunze und der Abend findet ein jähes Ende.


© by Format C - Design by weezel.de